Der Minett Park Fond-de-Gras ist ein Freilichtmuseum der luxemburgischen Geschichte über den Eisenerzabbau, der unter anderem die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs zur Folge hat.
Präsentation

Präsentation

Der Minett Park Fond-de-Gras umfasst den Fond-de-Gras, das alte Tagebaugebiet „Giele Botter“, das keltische Oppidum des Titelbergs sowie das Dorf Lasauvage.

Zwischen den genannten Orten verkehren zwei historische Züge.

Der „Train 1900“ fährt zwischen Pétange und dem Fond-de-Gras auf der alten Linie „Ligne des Minières, die ab 1875 von der Prinz-Heinrich Eisenbahngesellschaft (PH) erbaut wurde. Diese Linie diente früher ausschließlich dem Abtransport von Eisenerz, das in der Umgebung abgebaut wurde.

Die Grubenbahn „Minièresbunn“ fährt zwischen Fond-de-Gras und Lasauvage. Die Vereinigung „Minièresbunn“ besitzt eine eindrucksvolle Lokomotivsammlung (Dampf-, Diesel- und Elektroloks), die während der Zeit des Eisenerzabbaus zum Transport der „Buggys“ (Loren) aus dem Eisenerzstollen diente (Schmalspurbahn 700mm).

 

Das Eisenerz, welches sich unterirdisch in den Südregionen Luxemburgs befand, gehört zu einem der größten Erzvorkommen in Europa und ist ungefähr 110.000 Hektar groß. Jedoch sind nur 3.700 Hektar auf luxemburgischem Gebiet.  Der größte Teil des Erzvorkommens, genannt „Plateau de Briey“, nach einer Stadt in der Lorraine, erstreckt sich in Frankreich bis nach Nancy.

Das Abbauvolumen hatte am Ende des 19. Jahrhunderts bereits fast 5 Milliarden Tonnen erreicht; in dieser Zeit gewährte der Staat Luxemburg Zugeständnisse für die Ausbeutung des Eisenerzes.

Das Ende des Erzabbaus fällt nicht mit der Erschöpfung des Vorkommens zusammen. Ein typisches Merkmal des Eisenerzes vom Plateau von Briey ist der niedrige Anteil an Eisen, welcher selten über 30% liegt. In Schweden, Brasilien und Mauretanien fand man jedoch Eisenerz mit einem höheren Gehalt von circa 70%. Durch die Verbesserung der Transportwege in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurde es einfacher und günstiger fremdes Eisenerz zu importieren, zum Nachteil jedoch für das lokale Erz.